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... Das Wechselspiel zwischen
den hölzernen Figuren und ihren Beweguerinnen, die Eleganz der Figuren,
bisweilen auch die grotesken Zappeleien des Corps und den wohl aus der Eurhythmie
kommenden, offenkundig durchchoreographierten Motionen der Bewegerinnen, das
ergibt eine spannende und jedenfalls außerordetnlich theatralische Dialektik,
die man so noch kaum je gesehen zu haben meint. Auch das Schattenspiel
der gierig nach Don Juans lukullischen Genüssen lüsternen Gesellschaft
hat seinen eigenen, fast daumierhaften Reiz. Und ganz und gar hinreißend
ist die von erotischer Spannung nur so knisternde Szene, in der die Holzfigur
des Don Juan ihre sehr weiblich-lebendige Bewegerin nach allen Regeln der
ars amandi verführt: ein höchst extravavaganter Fall von Autoerotik!
Horst Koegler Stuttgarter Zeitung Donnerstag, 8. September 1988 |
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... Erstaunlich, was die
sechs Akteure dabei aus einem Laken oder einer Larve an Ausdrucksmöglichkeiten
alles noch herausholen können, sofern man nur seine Phantasie mobilisiert.
Selbst Galane und Mätressen haben da, an der Stange und am Schnürchen
aufgereiht, noch die Chance zu einer entlarvenden Heiterkeit. Gut gelungen
ist die Gavotte, bei der die Eyrhythmistinnen, ganz Frau, ihrem Don Juan keineswegs
die kalte Schulter zeigen. Wie überhaupt aus der Konfrontation von Mensch
und Kunstfigur ein Kapital geschlagen wird, von dem die Aufführung immer
wieder profitiert.. An den klaren, prägnanten Gesichtern kann man sich
ebensowenig sattsehen wie an den Masken. Und aus der Liebesszene zwischen
Don Juan und seiner Spielerin wird nicht nur aus der Pygmalion-Perspektive
heraus ein erregender Augenblick.
Hartmut Regitz Stuttgarter Nachrichten Donnerstag,, 8. September 1988 |
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